GodTube: Das christliche Youtube zur Wahl

Wer bei der Informationssuche zur US-Wahl 2008 gern kleine Filmclips der Kandidaten anschaut, kann auch bei GodTube vorbeischauen, einer christlichen Alternative zu YouTube.  Auch dort wurde sich auf die Wahl mit einem “Election Center” eingestellt, über den man kurze Infos zu den noch im Rennen stehenden Kandidaten und dazugehörige Filme anschauen kann.

McCain und die Konservativen

Der seit den erfolgreichen Vorwahlen in Maryland, Virginia und Washington DC nun sicherlich endgültige Kandidat der GOP, McCain hat ein ernsthaftes Problem, den konservativen Flügel seiner Partei zu erreichen. Dies konnte man sehr eindrücklich in den Wahlergebnissen für den sozialkonservativen Kandidaten Huckabee sehen, der beispielsweise in Kansas mit ca. 60% haushoch gegen McCain gewann. Auch in den Exit Polls konnte man eindrücklich sehen: All jene, die eine Legalisierung der Abtreibung wünschen, die nicht sonderlich kirchlich gebunden sind und gegen homosexuelle Partnerschaften nichts haben, wählten McCain (Natürlich auch welche, die diesbezüglich konservativere Ansichten hegen, damit kein falscher Eindruck entsteht).

Die konservative Journalistin Ann Coulter kündigte sogar an, im Fall der Kandidatur McCain lieber Hillary Clinton zu wählen, da diese konservativer wäre als er. Überhaupt sammeln sich bei der konservativen Presse, wie Human Events, eine ganze Zahl an Artikeln, die aufzeigen wollen, die unkonservativ doch McCain ist.

Dennoch ist auch ein Umdenken im Gange, denn eine Alternative zu McCain gibt es nicht. So äußerte Michael Reagan (der Adoptivsohn Ronald Reagans), trotz starker inhaltlicher Differenzen: “If John McCain is the nominee of the party, this Reagan will happily campaign with him. The alternative is unthinkable to anyone who loves this nation.”

Das Problem wird sicher letztlich nicht sein, die führenden konservativen Köpfe für McCain zu gewinnen, denn diese können sich an ihren eigenen Fingern abzählen, was eine Präsidentin Clinton oder ein Präsident Obama bedeuten würde.  Das Problem ist viel mehr, die konservative Basis davon zu überzeugen, dass es trotz der liberaleren Ansichten McCains notwendig ist, an der Wahl teilzunehmen und sich für ihn einzusetzen. Das letzte nämlich, was McCain brauchen könnte, wäre eine politische Apathie auf Seiten der Wert- und Strukturkonservativen und der “christlichen Rechten”.

Eine Möglichkeit, um aus diesem Dilemma herauszukommen, könnte für McCain ein konservativer Kandidat für das Vizepräsidentenamt sein. Für konkrete Namen ist es jedoch noch zu früh.

Focus on McCain

Romney ist raus, Huckabee weit abgeschlagen - so McCain auch noch nicht die nötige Delegiertenzahl erreicht hat, um auf dem Nominierungsparteitag mit absoluter Mehrheit gewählt werden zu können, ist seine Nominierung so gut wie sicher. Die vielen Unterstützungsbekundungen von Seiten des Parteiestablishments, wie z.B. von Giuliani, Schwarzenegger, Bush,… unterstützen dies nur und nun hat sich auch noch Romney, sein erbitterter Rivale, für ihn ausgesprochen. Seine knapp 300 Delegierte kann McCain gut gebrauchen, um dem Vorwahlkampf bald ein Ende zu setzen und sich dem wahren Gegner, ob nun Frau oder Schwarzer, entgegen zu stellen.

In den nächsten Wochen und Monaten wollen wir einen Blick auf diesen 71-jährigen Vietnam-Veteran werfen, insbesondere auf seine gesellschaftspolitischen Ansichten und wollen über eine die Inhalte einer möglichen Amtszeit als Präsident spekulieren.

Vorwahlen in Michigan: Romney überzeugt.

Es hätte Romneys Ende bedeuten können, wenn auch hier McCain einen Sieg eingefahren hätte. Aber durch das klare Ergebnis für Romney ist weiter alles offen. Auch bei den Werte-Wählern kommt er überraschend an, wo er sonst einen eher schwereren Stand hat und sich z.B. gegenüber Huckabee nicht recht behaupten kann.

Aber in Michigan ist es anders, was die detaillierte Wählerbefragung des CNN zeigt: Bei jenen, die ein Verbot von Abtreibung fordern erhielt Romney 39% (Huckabee dagegen nur 23%). Auch bei den regelmäßigen Kirchgängern (egal ob protestantisch oder katholisch) schneidet Romney sehr gut ab. Sogar eine mehrheitliche Unterstützung der wiedergeborenen weißen Evangelikalen hat er erhalten (36%). Seine Konfession scheint dabei nebensächlich zu sein und tut der Zustimmung keinen Abbruch.

Bei McCain wird dagegen deutlich: Er erhält die Stimmen der moderateren Kräfte unter den republikanischen Wählern. Es sind jene, die von der Bush-Administration enttäuscht sind, die älteren Leute über 60, die alten Veteranen, jene, die einen Kandidaten mit außenpolitischer Erfahrung und Weitsicht wollen.

Wie Vorurteile entstehen - Ein kleines Beispiel

Dass gerade die republikanischen Kandidaten bei der deutschen Bevölkerung einen schweren Stand haben, liegt nicht nur daran, dass sie sehr wenig von ihnen wissen, sondern auch an der Tatsache, dass den meisten das offene christliche Bekenntnis, wie auch ihre Überzeugungen zu gesellschaftspolitischen Themen und ihre Ungeniertheit über deutsche Tabu-Themen, wie Schöpfung vs. Evolution oder Glaube in der Politik, zu reden, sehr zu wider ist. Oft beruht das Unverständnis aber auch auf Fehlinformationen oder gefärbten Nachrichten. Das soll ein kleines Beispiel verdeutlichen.

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Konservative Zeitung für Thompson

Die führende konservative Zeitschrift “Human Events” hat ihre Unterstützung für den republikanischen Kandidaten Fred Thompson bekundet. Zu ihrer Überzeugung scheinen die Herausgeber aber vor allem durch das Ausschlussprinzip gekommen zu sein. So mutet zumindest der Unterstützerartikel an.

Ob sie mit Thompson tatsächlich auf das richtige Pferd setzen, ist anzuzweifeln. Seine bisherigen Ergebnisse sind alles andere als gute Vorboten für erfolgreiche Ergebnisse in den kommenden Vorwahlen in Michigan und South Carolina. Letztlich könnte diese konservative Riege durch ihre Unterstützung eines, im Moment zumindest, aussichtslosen Kandidaten, einem liberaler gesinnten durchaus Vorschub leisten.

Gebet für den Wahltag

Die Initiatoren des “National Day of Prayer” (nationaler Gebetsttag), der immer am ersten Donnerstag im Mai stattfindet, haben zum Gebet für die Präsidentschaftswahlen aufgerufen. Die Menschen sollen beten, fasten und wählen, um die Werte Glaube, Familie und Freiheit zu schützen. Als Zeichen soll ein roter Punkt dienen, der überall angebracht werden kann und an das eigene Gebet erinnern soll. Mehr Informationen und einen Promotionfilm kann man hier finden.

Huckabee und Paul am meisten Pro-Family

Die kalifornische Pro-Family-Organisation “Campaign for Children and Families” hat den Kandidaten der Republikaner jeweils Zensuren für ihre Unterstützung der “natürlichen Familie” gegeben. Die Unterstützung der Ehe und die Abwehr der Adoption von Kindern durch  homosexuelle Paare spielten unter anderem ebenso eine Rolle, wie die Ablehnung der Unterstützung des “Gay Pride Day” (die englischsprachige Version des Christopher-Street-Days).

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Pro-Abtreibung: Clinton’s Wahlkampf

Hillary Clinton hat in einer E-Mail an Wähler in New Hampshire damit geworben, dass sie mehr für das Recht der Frau auf Abtreibung eintreten würde, als ihr demokratischer Konkurrent Barack Obama. Sie verwies dabei auf sein unschlüssiges Abstimmungsverhalten in seiner Zeit als Senator in Illinois und rief zur Wahl für sich auf. “A woman’s right to choose demands a leader who will stand up and protect it” (“Das Recht einer Frau zu wählen erfordert einen Führer, der aufsteht und es schützt”).

Ob sie mit diesem negativen Wahlkampf punkten kann, bleibt allerdings fraglich. Der zukunftsgewandte Obama kann indes immer mehr Land gewinnen. Heute abend findet in New Hampshire die erste Primary statt.

Iowa: Sieg für Obama und Huckabee

Obama hat sich gegen seine Konkurrenten Clinton (29%) und Edwards (30%) mit einem Ergebnis von 38% durchgesetzt. Dieses Ergebnis ist vor allem ein harter Schlag für die Kandidatur Hillary Clintons, die landesweit noch die Nase vorn hat. Dass sogar Clinton nur den dritten Platz nach John Edwards einnahm, muss für ihn eine Genugtuung sein. Mit dem soliden Sieg Obamas in Iowa wird der Kampf um die Wählergunst in New Hampshire die nächsten Tage bestimmen; wo am 08. Januar die nächsten Vorwahlen stattfinden werden. Die zwei demokratischen Kandidaten Biden und Dodd haben in Folge ihres äußerst niedrigen Ergebnisses ihren Rücktritt erklärt.

Bei den Republikanern hat Huckabee einen eindeutigen Sieg (mit 34%) errungen, den am gestrigen Abend noch niemand vorhersagen konnte. Es wurde mehrheitlich ein knapper Sieg Mitt Romneys angenommen, der jedoch nur 25% auf sich vereinigen konnte. Der Sieg dürfte Huckabee einen guten Aufschwung für seinen langsam aber stetig sinkenden Zuspruch in den landesweiten Umfragen geben. Thompson und McCain liegen mit jeweils 13% weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Auch Ron Paul ist mit 10% weit abgeschlagen.

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Herzlich Willkommen

Ehe und Familie, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Schöpfungsglaube vs. Evolutionstheorie,... - all dies spielt in den Vereinigten Staaten eine bedeutende Rolle. Amerikaner gehen mit diesen Fragen weit aus unbedarfter um, als es in Deutschland der Fall ist. Dies liegt auch an der völlig unterschiedlichen konfessionellen Landschaft. Die Frage nach christlichen Werten wird auch die Präsidentschaftswahlen 2008 mit bestimmen, worüber dieser Weblog berichten möchte.